Sportwetten: Wie viel Glück steckt wirklich dahinter?

Sportwetten: Wie viel Glück steckt wirklich dahinter?
11 Jan
2017

Sportwetten gelten pauschal als eine Variante des Glücksspiels. Dies ist jedoch nicht ganz korrekt, da die Teilnehmer ihre Wahrscheinlichkeiten je nach Fachwissen und Vorbereitung stark beeinflussen können. Ausschließlich von Glück darf also nicht die Rede sein.

Glück trifft auf Gespür und Fachwissen

Der Reiz von Sportwetten bedarf keiner weiteren Erklärung: Mit dem richtigen Gespür einfach Geld gewinnen, ganz ohne echte Arbeit – wegen dieser Hoffnung boomt der Markt im Online-Zeitalter mehr denn je.

Tatsächlich sind die Gewinnchancen laut smartbets.com bei vielen Partien recht attraktiv: Vor allem bei Tipps auf den Außenseiter sind die Quoten naturgemäß sehr hoch. Dem gegenüber steht jedoch das ebenfalls erhöhte Risiko. An dieser Stelle kommen Fachwissen und Fingerspitzengefühl ins Spiel. Aktualität ist absolut notwendig, um Risiko und Rendite einer Quote realistisch einzuschätzen. Das betrifft sowohl Verletzungen als auch News-Meldungen bezüglich neuer Spielweisen oder Unstimmigkeiten in der Team-Chemie, wie erst kürzlich im Leipziger Trainingslager: All diese Faktoren beeinflussen die tatsächliche Leistung, werden in den Wettquoten jedoch nicht immer (oder nicht im gebührenden Ausmaß) berechnet.

Auch die Historie kann interessante Aufschlüsse geben: So gab es vor einigen Jahren eine Phase, in der die ansonsten übermächtigen Bayern immer große Probleme gegen Hannover 96 hatten. Laut Quote gingen die Münchner allerdings jedes Mal als klarer Favorit ins Spiel, da die Tabellensituation dies implizierte – die Erfahrung zeigte jedoch etwas anderes (Stichwort Angstgegner).

Wer sich intensiv mit der Materie beschäftigt, kann seine Chancen also überdurchschnittlich stark erhöhen.

Spezialfall Freundschaftsspiele: Die Diskrepanz zwischen Quote und Realität

Ein anderer lukrativer Fall sind Freundschaftsspiele, wie sie aktuell in der Winterpause vermehrt stattfinden. Bei der Quotenberechnung ziehen Buchmacher die altbekannten Kriterien heran, also Kaderstärke, bisheriger Saisonverlauf und Tabellenplatz. So geht beispielsweise Borussia Dortmund trotz durchwachsener Hinrunde am 21. Januar als haushoher Favorit gegen Werder Bremen ins Spiel, genau wie RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt – die Rollenverteilung ist schließlich klar definiert.

In der Praxis finden Freundschaftsspiele jedoch unter ganz anderen Bedingungen statt: Teils fallen sie mitten in eine Phase des harten Konditionstrainings, teils werden sie genutzt, um der zweiten Reihe Einsatzzeiten zu geben oder um neue Strategien auszuprobieren. Die Prämisse lautet dabei an erster Stelle: Hauptsache keine Verletzten, eine Niederlage kostet dagegen keine Punkte und hat auch sonst keine Konsequenzen.

Aus diesen Gründen ist das Niveau von Freundschaftsspielen nicht mit der Leistung unter Wettbewerbsbedingungen zu vergleichen. Die Chance auf Außenseiter-Siege ist also deutlich höher und es zeigt sich, dass die vermeintlich unwichtigen Begegnungen aus finanzieller Sicht für Sportwetten-Fans umso attraktiver sein können.

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